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Vereinigte Papierwerke (VP) in Heroldsberg bei Nürnberg

...und das Tempo-Taschentuch

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Im Kesselhaus
Im Kesselhaus
Steuerstand
Steuerstand
Kesselhaus II
Kesselhaus II
Mosaik
Mosaik
Kontrollanzeigen
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Heizhaus
Heizhaus
Heizhaus II
Heizhaus II
Sackrutsche
Sackrutsche
Ventile
Ventile
Ventile im Abendlicht
Ventile im Abendlicht
Lagerhalle
Lagerhalle
Förderband
Förderband
Kettenantrieb
Kettenantrieb
Produktion
Produktion
Elektroinstallation
Elektroinstallation
Kabelgewirr
Kabelgewirr
Produktion
Produktion
Kantine
Kantine
Produktion
Produktion
5 vor 12
5 vor 12
Abgesichert
Abgesichert
Bürotrakt
Bürotrakt
Ventile
Ventile
Ausblick
Ausblick
Aussenansicht
Aussenansicht
Pförtnerhäuschen
Pförtnerhäuschen
Gesamtansicht von S/O
Gesamtansicht von S/O
Eingang Verwaltung
Eingang Verwaltung
Abgebauter Kessel
Abgebauter Kessel
Schornstein und Heizhaus
Schornstein und Heizhaus
Werkseinfahrt
Werkseinfahrt
Nebengebäude
Nebengebäude

Ein Wahrzeichen fällt
Ein Wahrzeichen fällt


Die Vereinigten Papierwerke wurden von der jüdischen Familie Rosenfelder gegründet. Der Verwaltungssitz war Nürnberg, die Produktionsstätten befanden sich in Heroldsberg und später auch in Forchheim. Bereits im Januar 1929 ließ sich die VP den Markennamen "Tempo" beim Reichspatentamt in Berlin schützen. Neben Tempo, heute das Synonym für ein Papiertaschentuch, wurden auch Damenhygieneartikel und Versandkartonagen produziert. Im Jahr 1935 betrug das Produktionsvolumen an Papiertaschentüchern 150 Millionen Stück.

Im selben Jahr kaufte der Gründer des Versandhauses "Quelle", Gustav Schickedanz (1885-1977) die Vereinigten Papierwerke. Man kann davon ausgehen das Oskar Rosenfelder sein Unternehmen im Zuge der Arisierung an Schickedanz verkaufen musste. Die Erfindung des "Tempo" wird aber Rosenfelder zugeschrieben.

Gustav Schickedanz steigerte die Produktion an Tempotaschentüchern bis zum Jahr 1938 auf 400 Millionen Stück. Während des Zweiten Weltkriegs musste die Produktion eingestellt werden, weil Papiertaschentücher keine kriegswichtigen Güter waren.

Erst im Jahr 1947 konnte die Fertigung wieder aufgenommen werden. Wegen der starke Nachfrage (1955, 1 Milliarde Taschentücher) wurden weitere Produktionsstandorte geschaffen (1958 in Glückstadt, 1962 in Neuss, 1972 in Gelsenkirchen).

Der Markt boomte. Bereits 1977 wurden zehn Milliarden "Tempos" gefertigt. Zwischen 1985 und 1987 wurde die gesamte Produktion nach Neuss verlagert. Die Gesellschaftsform der Vereinigten Papierwerke wechselt von einer Kommanditgesellschaft zur Aktiengesellschaft im Jahr 1986. Ab April 1989 trat die Firma unter der Firmierung VP-Schickedanz AG auf. 1994 übernahm die amerkanische Firma Proctor & Gamble die VP.

Neben dem berühmten Taschentuch wurden, vor der Übernahme, auch andere Hygieneartikel wie z. B. Babywindeln, Damenbinden, Wattepads und Betteinlagen hergestellt.

Da das Firmengelände praktisch über ein Jahrzehnt leerstand, wurden die Gebäude leider stark vandalisiert (kaum ein Raum ohne sinnlose Graffiti-Schmierereien). Der Schornstein, der jahrzehnte lang das Stadtbild von Heroldsberg prägte, wurde am 06.05.2007 gesprengt. Derzeit (Juli 2007) wird das Areal der VP dem Erboden gleichgemacht. Es sollen dort 200 (bezahlbare) Eigenheime, für überwiegend junge Familien, entstehen.


Weitere Details zur Geschichte der VP finden Sie unter:

http://www.nuernberginfos.de/traditionsfirmen-aus-nuernberg/vereinigte-papierwerke-vp.html