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Kammgarn-Spinnerei Westsachsen

Zwickauer Kammgern-Spinnerei Westsachsen, Reichenbach/Vogtland

Besuchsdatum: 14.07.05
Beschreibung weiter unten
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Websaal
Websaal
Websaal
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Schwul
Schwul
Einblick
Einblick
Im 1. Stock
Im Obergeschoss
Schichtleiter-Büro
Schichtleiter-Büro
Websaal
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Lagereingang
Lagereingang
Waschraum
Waschraum
Lager
Lager
Magazin IV
Magazin IV
Lagerhalle
Lagerhalle
15.01 Uhr
15.01 Uhr
Zu den Toiletten
Zu den Toiletten
Eingangsbereich
Eingangsbereich
Laderampe
Laderampe
Aussenansicht
Aussenansicht





Die Kammgarn-Spinnerei Westsachsen gehörte vor der Wende zur Zwickauer-Kammgarn-Spinerei (unter Vorbehalt). Das Unternehmen existiert noch heute unter dem Namen Zwickauer Kammgarn GmbH (ZKS). http://www.zks-kammgarn.de/

Auszug: Pressetext vom 12.06.2001 der PEPPERMINT.Gruppe
Die PEPPERMINT.Gruppe (ehemals Schröder + Partner) hat die Zwickauer Kammgarn 1993 von der Treuhandanstalt Berlin zur Umstrukturierung übernommen. Seit 1997 führt PEPPERMINT. das Unternehmen als Eigentümer. Innerhalb dieser Zeit entwickelte sich das Unternehmen zu einem international konkurrenzfähigen Kammgarnspinner mit einem Umsatz von über 50 Millionen DM.



Reichenbach im Vogtland – ehemaliges Zentrum der Textilindustrie.

Nach dem Dreißigjährigen Krieg entwickelte sich in Reichenbach das Tuchmachergewerbe in bedeutendem Umfang, doch ging der Wohlstand der Stadt mit dem Nachlassen der Konjunktur seit 1700 und durch mehrere Stadtbrände, u.a. 1720, 1773 und 1833, merklich zurück. Die 1825 mit der Streichgarn- und Kammgarnspinnerei einsetzende Industrialisierung brachte einen neuen Aufschwung, der die Einwohnerzahl rasch anwachsen ließ. Im Jahre 1841 wurde die erste Dampfmaschine in einer seit 1821 bestehenden Spinnerei aufgestellt. Der frühe Bahnanschluß nach Leipzig 1846 und Plauen - Hof 1851 begünstigte die industrielle Entwicklung. Seit 1863 entstanden mechanische Webereien, Tuchfabriken, Appreturanstalten und Färbereien. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden außerdem Betriebe der Eisenverarbeitung und Anfang des 20. Jahrhunderts Betriebe der Papierverarbeitung errichtet.

Parallel dazu erlebte der Städtebau einen Aufschwung. Der mittelalterlich geprägte Stadtkern mit seinen engen Straßen und Gassen wurde während der Gründerzeit vorwiegend in Richtung Norden schachbrettartig erweitert. Zunächst baute man meist mehrgeschossige Mietwohnungen. Später kamen Wohnsiedlungen mit Gartenstadtcharakter hinzu. 1908 wurde Oberreichenbach und 1924 Cunsdorf in das Stadtgebiet eingemeindet. Ab 1909 besaß die Stadt ein Elektrizitätswerk mit Überlandzentrale. Für die Trinkwasserversorgung entstand 1926 ein 28 m hoher Wasserbehälter auf der Galgenleite. Zum Wahrzeichen der Stadt geworden, prägt er seither die Silhouette und gilt als einzigartig in Deutschland durch seine funktionalistische Bauweise. Im gleichen eindrucksvollen Baustil entstand 1926/27 der Gebäudekomplex der damaligen "Höheren Textilfachschule". 1848 gründete Carl Bruno Weinhold eine Webschule, seinerzeit die erste textile Ausbildungsstätte Deutschlands, deren Traditionen heute in der Westsächsische Hochschule Zwickau/ Hochschulteil Reichenbach fortgesetzt werden. Reichenbach ist Ausbildungsstätte für Studenten der Fachrichtungen Textil- und Ledertechnik sowie Architektur.

Im Jahr 1849 wurde die Reichenbacher Realschule gegründet. Ihr folgten 1884 die Gewerbeschule und 1890 die höhere Handelsschule.

Am 21. März 1945 zerstörte ein anglo-amerikanischer Bombenangriff die Stadt. Insgesamt 163 Opfer waren zu beklagen. 74 Gebäude wurden total zerstört, etwa 300 beschädigt. Am 17. April 1945 kam Reichenbach kurzzeitig unter amerikanische Besetzung. Der Einmarsch der Sowjetarmee erfolgte am 1. Juli 1945. Zu den ersten wiederaufgebauten öffentlichen Gebäuden gehörte der damalige "Kaiserhof", ein Ballhaus und Vergnügungslokal. Am 18. September 1949 als Theater- und Konzerthaus eingeweiht, trägt es zu Ehren der 1697 im Gerichtshaus am Johannisplatz geborenen Reformatorin des deutschen Theaters und Schauspielerin Friederike Caroline Neuber den Namen "Neuberinhaus". Es ist Heimstätte für die Vogtlandphilharmonie Greiz/Reichenbach, deren Fusion am 3. Juni 1992 aus dem Staatlichen Vogtlandorchester und dem Sinfonieorchester Greiz über Ländergrenzen hinweg erfolgte.

Mit der Enteignung der größeren Industriebetriebe nach der Volksabstimmung in Sachsen 1946 entstanden die ersten volkseigenen Betriebe. 1952 wurde im heutigen Ortsteil Friesen die erste LPG (Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft) gegründet. 1972 wurden die verbliebenen mittleren Privatbetriebe in Volkseigentum umgewandelt und zu Kombinaten zusammengeschlossen. Nach 1990 brach der traditionsreiche Zweig der Textilindustrie in Reichenbach zusammen.
(Copyright/Quelle:
http://www.reichenbach-vogtland.de/historie/stgesch1.htm)